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Schimmelpilze

Einer der häufigsten Bauschäden

Schimmelschäden in bewohnten Gebäuden stellen heutzutage ein massives Problem dar, das sowohl Hausbesitzer und Mieter, aber auch Legionen von Sachverständigen, Bauexperten und Gerichte beschäftigt.
Der 3. Bauschadensbericht der Bundesregierung von 1996 weist mit 12,7 Prozent Schimmelpilzbildung nach Fenstertausch als die häufigste Schadensursache aus.

Aspergillus Niger

Ursachen von Schimmelpilzbildung

Die meisten Feuchte- und Schimmelschäden resultieren aus einer Kondenswasserbildung infolge eines veränderten Raumklimas.
Früher wurden über die Fugen alter Fenster Luftwechselraten erreicht, die acht- bis zehnmal so hoch wie normal waren. Es fand eine ungewollte Selbstlüftung statt, die ohne aktives Zutun der Bewohner einen ständigen und ausreichenden Luftwechsel garantierte, jedoch auch hohe Energieverluste mit sich brachte.

Die verschärften Anforderungen an Wärme- und Schallschutz führten in den vergangenen Jahren insbesondere im Bereich der Fenster zu zahlreichen Neu- und Weiterentwicklungen, die jedoch eine erhöhte Dichtheit der Gebäude bewirken.

Demzufolge ist eine verstärkte Wohnungslüftung erforderlich, die jedoch in der Praxis vom Bewohner kaum realisiert werden kann. Ein Ansteigen der Raumluftfeuchte mit Schimmelbildung und Kondenswasser-Niederschlag ist in vielen Fällen die Folge.

Kondenswasserbildung

Schimmelpilzarten und Vorkommen

Schimmelbildung wird durch Mikroorganismen verursacht. Bekannt bzw. klassifiziert sind derzeit ca. 120.000 verschiedene Arten. Pilzsporen haben einen Durchmesser von etwa zehn Tausendstel Millimeter. Sie sind überall anzutreffen. In einem Kubikmeter Raumluft sind im Regelfall zwischen 1.000 und 1 Mio. Pilzsporen enthalten.
Bei einem Schimmelpilzbefall handelt es sich meist nicht um eine einzige Spezies, sondern um ein gleichzeitiges Auftreten mehrerer Pilzarten.

Häufige Pilzarten in Gebäuden  Befallen vorzugsweise:  
Cladosporium herbarum  Pflanzen, Kühlschränke 
Alternaria  z. B. Leinentextilien, Obst, Gemüse 
Aspergillus (zahlreiche Unterarten!)  praktisch alle organischen Untergründe! 
Penicillien  praktisch alle organischen Untergründe! 
Mucor  Obst, organische Textilien, auch Leder! 
Stachybotrys chartarum   zellulosehaltige Baustoffe, speziell Gipskartonplatten und Tapeten 

Nicht nur ein optischer Mangel!

Schimmelpilze sind nicht nur ein optischer Mangel, sie stellen auch ein massives hygienisches Problem dar. Sie sind mittlerweile das wohl am häufigsten anzutreffende Innenraumallergen. Die Sporen zahlreicher Schimmelpilzarten können bedenkliche Erkrankungen auslösen. Die Palette möglicher Krankheiten reicht von einfachen Hautreizungen und Schwindelanfällen über grippeähnliche Beschwerden bis hin zu ernsthaften Atemwegserkrankungen, zum Beispiel allergischem Asthma.

Der Bereich der optimalen Wachstumstemperatur liegt genau im Temperaturbereich, in dem sich Menschen auch wohlfühlen. Nahrung ist praktisch immer vorhanden. Im einfachsten Fall genügt sogar Hausstaub als Nährboden. Anstriche oder Tapeten fördern das Wachstum. Organische Beschichtungen, Ablagerungen oder Verschmutzungen auf Bauteiloberflächen beschleunigen das Wachstum erheblich. Der Untergrund selbst wird dann für das Schimmelpilz-Wachstum bedeutungslos.

Feinlüftung hilft!

Abwischen und erneutes Tapezieren und Streichen oder einmalige, chemische Behandlungen helfen bei Schimmelbefall meist nicht. Die eigentliche Ursache der Schimmelbildung bzw. der Tauwasserbildung, ist zunächst festzustellen und zu beseitigen.

Die Praxis hat gezeigt, dass in vielen Fällen eine Regulierung über eine verbesserte Feinlüftung Schimmelschäden vermeiden hilft.

Eine Wirkung, wie sie vom REGEL-air® Fensterfalzlüfter erzielt wird!


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